Janssons frestelse (dt. „Janssons Versuchung“)
Janssons Versuchung ist ein in ganz Schweden bekannter und beliebter Auflauf. Er wird aus Kartoffeln, Zwiebeln, schwedischen Anchovisfilets und Sahne hergestellt. Der Auflauf gehört in Schweden zu einem typischen Weihnachtsessen, wird aber auch über das ganze Jahr gegessen.
Zutaten
6 Kartoffeln, 300 g Schlagsahne, 3 Zwiebeln, 1 Dose Anchovis oder Appetitsild, etwas Butter oder Margarine, etwas Pfeffer und Pfeffer, Paniermehl, Petersilie oder Dill
Da in Deutschland pikant eingelegte Anchovisfilets, die in Schweden traditionell aus Skarpsill hergestellt werden, zumeist mit gesalzenen Sardellenfilets verwechselt werden, ist es hierzulande nicht leicht, an den richtigen Fisch zu gelangen. Um das klassische schwedische Essen aber nicht durch derartige Salz-Sardellen zu „verhunzen“, sollte man auf ein Anchosen-Halbkonserven-Produkt wie den so genannten Appetitsild aus Sprotten respektive Kräutersprotten zurückgreifen.
Die Menge muß man ausprobieren, sie hängt natürlich davon ab, wie viel anderes man außerdem serviert.
Zubereitung
Die möglichst mehlig-kochenden Kartoffeln werden dafür in ganz feine Stifte zerteilt und roh belassen, während die Zwiebeln in Scheiben bzw. Ringe geschnitten und dann vorzugsweise in Butter glasig geschmort werden. Je nach Vorliebe kann man auch einige Scheibchen Knoblauch unter die Zwiebeln mischen, der Knoblauch sollte später jedoch eher zu ahnen als zu schmecken sein. Danach schichtet man die eine Hälfte der Kartoffeln, die Zwiebeln, die abgegossenen Anchovisfilets und die andere Hälfte der Kartoffeln übereinander in eine Auflaufform, würzt dabei jeweils etwas vorsichtig (wegen der nicht gerade milden Anchovis) mit Salz und dafür lieber großzügiger mit frisch gemahlenem weißen Pfeffer, übergießt alles reichlich mit frischer Sahne (die man auch mit der abgegossenen Flüssigkeit der Anchovis mischen kann), garniert mit Paniermehl und Butterflocken und lässt das Gericht dann bei 200° im vorgeheizten Backofen mindestens 45 Minuten garen, bis die Oberfläche je nach Gusto goldbraun bis dunkelbraun geworden ist. Die Anchovis sind nach dem Garen nicht mehr auffindbar. Sie geben dem Gericht die Würze. Sieht man noch Anchovis, dann wurde nicht lange genug gegart. Abschließend wird noch etwas frisch gehackte Petersilie oder Dill über die Speise gestreut und „Janssons Versuchung“ heiß serviert.
